Zimmerpflanzen
 

Liebenswerte Monster

Fleischfressende Pflanzen faszinieren – auch auf der Fensterbank
Schnapp – tja, liebe Fliege, das war ein denkbar ungünstiger Sitzplatz, den du dir da ausgesucht hast. Nicht umsonst erinnern die Blätter der Venusfliegenfalle (Dionaea) optisch an weit aufgesperrte und mit spitzen Zähnen besetzte Monstermäuler: Werden die Fühlborsten auf den Blattinnenseiten stimuliert, fackelt die Pflanze nicht lange. Ruhig, aber mit beachtlicher Geschwindigkeit klappen die aktivierten Blätter zusammen. Das Insekt sitzt in der Falle, die sich nun mit Verdauungssekret füllt und ihr Opfer langsam zu Flüssigdünger verarbeitet.
 

Phalaenopsis - nicht um jeden Preis!

Es geht auch anders: Your natural orchid
Sie gehören zu den wichtigsten Topfpflanzen überhaupt und sind ein beliebtes Geschenk für Ehefrauen, Mütter, Großmütter, Schwiegermütter und Freundinnen: die Rede ist von Schmetterlingsorchideen, Fachleute sprechen von Phalaenopsis, was so viel wie „dem Nachtfalter ähnlich" heißt. Keine andere Orchidee ist vergleichbar bekannt und beliebt. Man findet sie heute nicht mehr nur im Blumenfachgeschäft, auch im Supermarkt oder Discounter werden die Pflanzen angeboten. Die Preise unterscheiden sich empfindlich, aber nicht nur die. Auch die Produktionsweisen der einzelnen Anbieter und die Qualität der Pflanzen sind sehr verschieden.
 
 
Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Wort
Jan Stolk im niederländischen Bleiswijk ist einer der Phalaenopsisgärtner, der es mit der Nachhaltigkeit sehr genau nimmt. Auf 6,5 Hektar unter Glas produziert er Schmetterlingsorchideen und gehört damit noch zu den „kleineren Gärtnern", die auf diese Topfpflanze spezialisiert sind. In Stolks Betrieb gibt es keine chemischen Pflanzenschutzmittel, sondern kleine, tierische Nützlinge, die in den riesigen Gewächshäusern mit Windmaschinen ausgebracht werden, ätherische Öle und vitales Wasser. Außerdem sind hilfreiche Bakterien und Pilze im Einsatz, die das Bodenleben anregen und die Wurzeln der Orchideen stärken und die Pflanzen widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge machen. Die Orchideen werden ausschließlich mit Regenwasser versorgt, Abfälle konsequent getrennt und - wo möglich - recycelt. Auch der Strom, den man für die Produktion benötigt, wird vom Unternehmen selbst erzeugt. Dabei gibt es sogar so viel Überschuss an Elektrizität, dass diese ins allgemeine Netz eingespeist wird und etwa 3.000 Haushalte damit versorgt werden können.
 
 
Labels bürgen für natürliche Qualität
Wenn man im Hause Stolk von „natürlichen Orchideen" spricht, dann sagt dies, dass die Kultur so natürlich wie möglich ist. Die Pflanzen sind fast zwei Jahre in der Gärtnerei, bevor sie verkaufsreif sind, und bekommen Zeit zum Gedeihen. Die wesentlichen Faktoren für die Kultur wertvoller Phalaenopsis sind Temperatur- und Lichtmanagement und Zeit zum Wachsen.
 
Alle nur denkbaren Labels hat sich der Orchideengärtner im Laufe von über zwei Jahrzehnten erarbeitet. Er überprüft fortlaufend den Einsatz der biologischen Pflanzenschutzmittel, Nährstoffe, Energie und Abfall und lässt sich regelmäßig von der unabhängigen MPS-ProductProof kontrollieren, um immer nachzuweisen zu können, dass seine Orchideen auch wirklich „natürlich" sind. Den Produktionstatus, den er für diese Bemühungen erhielt, ist die Premium-Kategorie der Umweltfreundlichkeit: MPS A+. Um die Qualität einer Topfpflanze zu bestimmen, zählt heute übrigens nicht mehr nur der äußere Eindruck, den sie beim Verlassen des Unternehmens machen. Längst wird auch untersucht, wie zufrieden die Kunden anschließend damit sind: So muss eine Phalaenopsis mit dem Label „Your natural orchid" beim Käufer mindestens 60 Tage lang blühen.
 
Selbstverständlich sind die natürlichen Orchideen auch fair produziert, auch hierfür bürgt ein Label. Sämtliche Prozesse, vom Steckling bis zur verpackten Pflanze, sind methodisch erfasst und bewertet, der ökologische Fußabdruck ist berechnet - so geht heute Nachhaltigkeit in der Produktion von Topfpflanzen. Das Ergebnis sind gesunde, sehr eindrucksvolle Zimmerpflanzen, mehrtriebig mit starken Zweigen und großen, eindrucksvollen Blüten in exotischen Farben. Weitere Informationen und einen Überblick über das Sortiment gibt es unter www.yournaturalorchid.com auch in deutscher Sprache.
 
 
Hätten Sie's gewusst?
Die Phalaenopsis stammt aus Südostasien und den Philippinen und wächst dort vor allem als Epiphyt auf Bäumen. Sie entzieht den Ästen aber keine Nährstoffe, mit ihren Luftwurzeln hält sie sich nur daran fest. Im Topf ist Staunässe der Feind der Schmetterlingsorchidee. Am besten gießt man sie deshalb nicht wie andere Zimmerpflanzen, sondern bietet ihr einmal pro Woche ein kurzes Tauchbad: Den Topf einfach fünf Minuten in Wasser eintauchen, dann abtropfen lassen. Die Blütezeit einer Phalaenopsis sollte mindestens 60 Tage betragen - wer einen „Grünen Daumen" hat, kann es aber auch schaffen, dass sie ihre Blüten bis zu 180 Tagen behält.
Quelle/Fotos:GPP

Blühfreude im Badezimmer

Anthurien lieben Luftfeuchtigkeit
In der Natur wächst die Anthurie unter dem Blätterdach des Regenwaldes. Am besten entwickelt sie sich an einem hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Wer einmal einen Platz gefunden hat, an dem sich die Anthurie wohlfühlt, wird lange Freude an einer gesunden, blühfreudigen Pflanze haben. Da sie aus einer Klimaregion mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit stammt, kann die Anthurie auch sehr gut im Badezimmer stehen. Ihre glänzende Erscheinung verleiht dem heimischen Wellness-Raum exotische Wohnlichkeit. Steht die Pflanze nicht im Badezimmer, tut es ihren Blättern gut, wenn man sie einmal wöchentlich mit Wasser besprüht. Weitere Informationen sind unter www.anthuriuminfo.com zu finden.
Foto/Quelle: GPP

Lebendige Gemälde und begrünte Wände sind im Trend

Als edle Wanddekoration kommen Pflanzenbilder immer mehr in Mode. Was in Restaurants, Einkaufszentren und am Empfang von Unternehmen als origineller Wandschmuck an-fing, setzt sich jetzt nach und nach auch in Wohnungen mit gehobenem Design durch. In London ist es bereits Trend, Küche oder Wohnzimmer mit einem lebendigen Gemälde aufzuwerten oder gleich eine ganze Wand zu begrünen.
 

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