Gartenvögel brauchen Wasser
 

Ob Sommer oder Winter:

Gartenvögel sind dankbar für ganzjähriges Zufüttern - das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Allzu oft wird aber nicht bedacht, dass die Tiere neben dem energiereichen Futter stets auch sauberes Trinkwasser benötigen.
Üblicherweise zieht der Gartenvogel Feuchtigkeit aus verschiedenen Quellen. Von der Blattlaus über den Regenwurm bis zur saftigen Beere - Frischfutter enthält immer einen Wasseranteil von etwa 50 Prozent. Als natürliche Wasserquellen stehen den Tieren außerdem Pfützen, Regentropfen im Blätterdach oder Morgentau an Grashalmen zur Verfügung. Im Winter fressen sie auch Schneeflocken, um ihren Durst zu stillen. In den Gärten bedienen die Vögel sich an randvollen Gießkannen, befüllten Untersetzern für Blumen oder angelegten Gartenteichen, Wasserläufen und Wasserspielen.

 

Vogeltränken

„Wer seine Gartenvögel füttert, sollte immer auch ein Auge darauf haben, dass ihnen genügend Trinkwasser zur Verfügung steht", betont Christine Welzhofer, Expertin für Wildvogelfütterung aus dem bayerischen Gessertshausen. „Im Handel werden ganz unterschiedliche Vogeltränken für Garten und Balkon angeboten. Ausgewählt werden sie von den Gartenbesitzern zumeist nach ästhetischen Gesichtspunkten. Ob sie dann tatsächlich auch vogelpraktisch sind, zeigt sich erst beim ganzjährigen Einsatz." Offene, schüsselförmige Tränken beispielsweise laden die Vögel eher zum Baden ein - was hygienisch bedenklich sein kann. „Besser sind flachere Schälchen, in denen die Tiere nicht herumplanschen können", erläutert Welzhofer. „Da diese nur eine geringe Wassermenge aufnehmen, müssen sie allerdings - vor allem an heißen Sommertagen - häufiger kontrolliert werden." Im Winter bei Minustemperaturen wird die Tränke in der Regel morgens mit lauwarmem Wasser gefüllt, sollte dies im Laufe des Tages gefrieren, wird nachgegossen. Wichtig ist, für die Vogeltränken immer einen möglichst katzensicheren Ort zu finden. Egal, ob sie aufgehängt oder für bodennah fressende Gartengäste, wie Rotkehlchen, Zaunkönig, Amsel und Drossel, aufgestellt werden. Damit das Trinkwasser immer einwandfrei bleibt und um möglichen Krankheitserregern vorzubeugen, ist es empfehlenswert die Tränken alle paar Tage mit heißem Wasser - ohne Zusatz von Reinigungsmitteln - zu säubern.
 

Salz erhöht den Durst

Wer den Wild- und Gartenvögeln etwas Gutes tun möchte, sollte sie übrigens auf keinen Fall mit Resten aus der Küche oder dem Kühlschrank füttern, unterstreicht Welzhofer. Diese Nahrungsmittel seien in der Regel gewürzt und gesalzen und damit unbekömmlich für die Tiere. „Selbst Brot enthält eine große Menge Salz und erhöht damit den Durst. Wenn bei anhaltender Trockenheit oder strengem Frostwetter Trinkwasser rar ist, wird eine solche falsche Fütterung für den Vogel schnell zur Qual."
Foto/Quelle: Welzhofer

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