Gartenwissen
 

Der Garten erwacht

Ouvertüre für das Gartenjahr
Glücklich, wer seinen Garten auf die vier Jahreszeiten hin geplant und gepflanzt hat. Ob Immergrüne, markante Sträucher, Bäume mit auffälligen Rinden, dem Glitzern des Raureifs oder Morgentaus in den Gräsern ... der Winter zeigt im Garten viele Reize. Aber ab Februar, wenn es gelegentlich schon wieder sonnige und an geschützten Stellen sogar spürbar warme Stunden gibt, sehnt man sich doch nach mehr! Wer genau hinschaut, sieht auch schon bald die ersten Vorboten für das Neue Gartenjahr: Einige frühe Blumenzwiebeln sprießen und zeigen frisches Grün und erste Blüten: Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge (Eranthis hyemalis), Schneestolz (Chionodoxa luciliae) ... schon die Namen weisen auf die außergewöhnliche Fähigkeit dieser Zwiebelblumen hin, den Winter mit frischen Farben auszutreiben. Aber auch einige Stauden zählen zu den beliebten Winterblühern. Der Klassiker ist sicherlich die Christrose, es gibt weiße, rotblühende und fast schwarze Sorten, die, einmal etabliert, über viele Jahre zu auffallenden und attraktiven Schmuckstücken heranwachsen. Bald zeigen sich auch Frühlingsanemonen, Buschwindröschen und Lerchensporn als frühe Stauden. Nicht zu vergessen, die winterblühenden Gehölze, von denen einige nicht nur mit ihren Blüten, sondern auch mit ihrem Duft auf sich aufmerksam machen: Schneeball, Seidelbast, Zaubernuss oder Winterblüte sind so für uns Grund zur Freude, und bieten gleichzeitig den Frühaufstehern unter den Insekten wichtige Nahrungsquellen.
 

Auch der Baum braucht Prophylaxe

Große, alte Bäume faszinieren Menschen seit jeher. Sie stehen für Weisheit und das Leben, ihnen wurden mystische Kräfte zugeschrieben und in ihrem Schatten Recht gesprochen. Bis heute haben alte Bäume nichts von dieser Faszination verloren - immer noch schauen wir mit staunenden Augen in ihre ausladende Krone, streichen ehrfürchtig über ihre Rinde und lauschen andächtig dem Rascheln ihrer Blätter. Wir genießen ihren Schatten, Kinder klettern in ihre Äste, und Tiere finden in ihnen Lebensraum, Unterschlupf und Nahrung. Glücklich, wer solch einen malerischen, ehrwürdigen Hausbaum sein Eigen nennt. Denn es dauert Jahrzehnte bis er solch eine beeindruckende Größe erreicht hat und seinen besonderen Charme ausstrahlen kann.

 

 

Vogelhäuschen oder Futtersäule?

Für die optimale Versorgung im Winter
Dass es der heimischen Vogelpopulation hilft, sie ganzjährig mit Futter zu unterstützen, pfeifen die Spatzen inzwischen von den Dächern. Aber nicht nur die Tiere haben etwas davon ... den Menschen bringt es viel Freude, das muntere Treiben von Meisen, Rotkehlchen und Co. im Garten zu beobachten. Die Frage, die sich viele gerade jetzt zu Beginn der kalten Jahreszeit stellen, ist: Bietet man den Vögeln die Sonnenblumenkerne, fettummantelten Haferflocken und Erdnüsse im Vogelhäuschen oder besser in Futtersäulen an?

Gartenvögel brauchen Wasser

Ob Sommer oder Winter:
Gartenvögel sind dankbar für ganzjähriges Zufüttern - das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Allzu oft wird aber nicht bedacht, dass die Tiere neben dem energiereichen Futter stets auch sauberes Trinkwasser benötigen.
Üblicherweise zieht der Gartenvogel Feuchtigkeit aus verschiedenen Quellen. Von der Blattlaus über den Regenwurm bis zur saftigen Beere - Frischfutter enthält immer einen Wasseranteil von etwa 50 Prozent. Als natürliche Wasserquellen stehen den Tieren außerdem Pfützen, Regentropfen im Blätterdach oder Morgentau an Grashalmen zur Verfügung. Im Winter fressen sie auch Schneeflocken, um ihren Durst zu stillen. In den Gärten bedienen die Vögel sich an randvollen Gießkannen, befüllten Untersetzern für Blumen oder angelegten Gartenteichen, Wasserläufen und Wasserspielen.

Zeige dass dir das gefällt!